zur Krise
Wie kann es sein das wir unter einer Krise leiden, und uns unter deren Vorwand geißeln lassen (Jobverlust, Einsparungen, bei Bildung wird gespart, Pensionen gekürzt,...), obwohl es keine materielle Krise im eigentlichen Sinn gibt. Ein überregionales Erdbeben, ein Supergau in einem Kernkraftwerk, ein Riesenmeteorit auf Kollisionkurs,... - das sind Krisen. Hier kommt es wirklich zur Vernichtung von Werten, von Produktionskapazitäten und von Wohlstand. Abgesehen von den üblichen Katastrophen (Überschwemmungen, Hitze, Stürme), die zwar schlimm aber nicht existenzbedrohend und zumindest im Westen meist auch versichert sind, sind wir heute technologisch und produktionstechnisch schon wieder um vieles weiter als noch vor einem Jahr. Sprich: Unsere Möglichkeiten haben sich erweitert. Wir können mehr, schneller und ressourcensparender produzieren. Unsere Produktionsleistung pro Kopf steigt stetig weil der Mensch seine produktiven Fähigkeiten stets weiterentwickelt. Wie kann es dann aber sein, dass in dieser 'Krise' anscheinend die gesamte Weltbevölkerung Abstriche beim Lebensstandard hinnehmen muß oder zumindest 'Einbußen' hat (in welcher Form auch immer)? Sollten wir nicht endlich daran gehen uns zu überlegen wie wir dieses System das offenbar den Bezug zur Realität verloren hat und den Aufbau von Wohlstand eher bremst statt fördert durch ein Besseres zu ersetzen? Hat der sogennante sich selbst regulierende Kapitalismus hier nicht versagt? Er versprach Wohlstand und Wachstum für alle. Und in diesem Schatten sollte dann Freiheit und Frieden für alle gedeihen. Stattdessen lässt das entfesselte Geld Menschen verhungern, verursacht Terror und Krieg, schürrt Neid, löst Klassen- und Rassenkämpfe aus, verseucht die Umwelt und geht daran ganze Staaten zu destabilisieren. Wer will das?
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